Wo die Sonne niemals untergeht
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von einem unbekannten Verfasser

ÜBERSETZT VON THOMAS FLEISCHMANN
 

Inhalt: Britannien, China, Frankreich, Holland, Japan, Rußland, Türkei.


Britannien

Britannien war die mächtigste koloniale Macht während des 19. Jahrhunderts und der König prahlte stolz, daß die Sonne in seinem Reich nie unterginge. Die Briten erben dieses gewaltige Reich, das sich über die Karte von der Marinebasis in Aden, über die großen Besitztümern im indischen Urkontinent, zur Inselfestung von Singapur und der Kronkolonie von Hongkong ausdehnt.

Der Start des Spieles mit sechs Einheiten, während die anderen bedeutenden Mächte nur meistens drei oder vier Einheiten haben, läßt Britannien sehr stark erscheinen. Doch erkennen Sie nach dem Analysieren der Position der Einheiten und ihrer geographische Lage - im Zentrum des Brettes - , daß die Lage doch nicht so übermächtig ist, wie zunächst angenommen.

Die zwei Armeen in Indien (Madras und Delhi) liegen drei Provinzen auseinander und sind somit nicht fähig, einander zu unterstützen. Sie müssen sich landeinwärts bewegen, um weitere Kolonien zu erobern und gleichzeitig müssen sie auch die zwei Hauptwege nach Indien blockieren, die beide am Ende des unpassierbaren Himalayas liegen. Das bedeutet, daß man in unterschiedliche Richtungen geht und die Küstenunterstützung durch die Flotte in Bombay vernachlässigt. Die Delhi-Armee marschiert oft nach Kashmir und Zentralasien, während die Madras-Armee versucht, Bengalen zu nehmen, sowie das Gebiet von Birma vor dem Chinesen zu erreichen. Dies trennt beide Einheiten weiterhin und zwingt Britannien, von Anfang an auf zwei Fronten zu kämpfen. Ein Zusammenhalten dieser zwei Einheiten würde zwar diese Front stärken, hätte aber nicht nur den Verlust eines Aufbaus zur Folge, sondern würde auch die andere Front für einen unverteidigten Angriff freilegen. Der Brite sollte mit China schon früh verhandeln, um ein Blocken in Bengalen und Kashmir zu vermeiden. Dann kann er mit den resultierenden Aufbauten seine Front verstärken und er hat eine gute Chance, sie zu halten.

Die Flotte in Aden ist drei Züge von der nächsten britischen Einheit entfernt und ihre primäre Aufgabe sollte es sein, der türkischen Marine den Weg aus den Mittelmeer durch den Suezkanal ins Rote Meer und den indischen Ozean zu verwehren. Die Flotte kann evtl. durch die Bombay-Flotte unterstützt werden, aber diese Einheit braucht man wiederum, um den Persischen Golf zu blockieren, damit die Bagdad-Flotte nicht in den indischen Ozean gelangt.

Die zwei übrigen Flotten in Singapur und Hongkong sind isoliert, weit weg vom Rest des Reiches, und ihr Überleben hängt von geschicktem taktischem Manövrieren und schlauer Diplomatie ab.

Die Schwäche der britischen Einheiten zu Beginn der Partie wird von Anfängern kaum beachtet. Die Wahrnehmung britischer Stärke wird das Leben für alle britischen Spieler retten, bis man das Spiel besser versteht und dann die Diplomatie mit seinen Nachbarn schwieriger wird. Es ist wichtig, daß Britannien nicht zu aggressiv beginnt und versucht, jede Kolonie zu erobern, die in Reichweite ist. Möglich ist alles: Vom Minimum (zwei Zentren) bis hin zum Maximum (sechs Zentren). Eine zu schnelle Ausdehnung wirkt sich bei den anschließenden Verhandlungen meist negativ aus. Wenn sechs Kolonien erobert werden und somit die Gesamtzahl verdoppelt, ist es immer noch leicht für die fünf angrenzenden Nationen, Britannien alle gewonnenen Zentren und noch mehr wieder abzunehmen. Deshalb sollte Britannien am Anfang nicht zu aggressiv sein, verhandeln und sich konsolidieren. Ansonsten wird es im Verlauf des Spieles bald von fünf unsympathischen Nationen umgeben sein.

Es gibt vier Hauptrichtungen, in denen Britannien sich ausdehnen kann - zwei zum Osten und zwei zum Westen, somit fehlt es dem Spieler kaum an Möglichkeiten, sich zu entfalten.

Westen

1. Im Nordwesten von Indien liegen Kashmir, Kashgar, Karachi und die Ölstaaten von Tabriz, Shiraz und Persien. Das Vorgehen in dieser Richtung bringt Möglichkeiten für ein Bündnis mit der Türkei oder Rußland, welche ebenfalls an diesen Gebieten Interesse zeigen werden. Wenn diese beiden sich bekämpfen, ist Britannien für das Kräfteverhältnis das Zünglein an der Waage, und ein Bündnis mit einem von ihnen wäre möglich. Seien Sie vorsichtig, daß Sie nicht beide verärgern, weil ein festes Bündnis zwischen Rußland und dem Osmanen katastrophal für Britannien sein kann. Karachi und Kashmir sind potentielle Gewinne in diesem Gebiet, aber keine sicheren, da beide von dem Türken und dem Chinesen geblockt werden können. Die Bombay-Flotte kann zum arabischen Meer ziehen und dann nach Karachi, solange die Bagdad-Flotte Shiraz oder Persien nimmt. Sollte die türkische Floote nach Karachi ziehen und es zu einem Gleichstand kommen, verlieren beide Seiten einen möglichen Aufbau. Dies sollte Britannien zu denken geben, da dies meist ein Hinweis auf die Zusammenarbeit zwischen Rußland und der Türkei ist.

Die Delhi-Armee kann nach Pandschab ziehen und dann nach Karachi, aber auch hier ist ein Gleichstand mit der chinesischen Armee von Sinkiang möglich, aber mit dem Unterschied, das China keinen Aufbau verliert, weil es in Kashgar stehenbleiben würde (das ebenfalls ein Versorgungszentrum ist). Das Wissen um die chinesischen Absichten in diesem Gebiet ist wichtig, bevor ein Angriff der Delhi-Armee auf Kashmir erfolgen darf, um seinen Zug mit einem Gleichstand nicht zu verschwenden. Wenn China das Fernhalten von Britannien aus Kashmir beabsichtigt, dann ist es weiser, die Delhi-Einheit zu benutzen, um den Angriff auf Karachi durch die Bombay-Flotte zu unterstützen, und sich einen Aufbau zu sichern.

Aber man sollte China bewußt machen, bevor man Kashmir aufgibt, daß Zentralasien Rußlands natürliches Einflußgebiet ist und es im Interesse sowohl von China als auch Britannien ist, ein Bündnis zu erreichen und Tashkent vor Rußland zu nehmen.

2. Wenn Rußland einem Bündnis gegen die Türkei zustimmt, sollte die Madras-Armee mit Hilfe der Bombay-Flotte nach Arabien geschifft werden und durch ein kombiniertes Vorgehen mit der Flotte in Aden es ermöglichen, Sudan, Ägypten und dann die Türkei selbst einzunehmen. Sudan ist ein sicher Aufbau für die Flotte in Aden, aber ein Blocken der türkischen Einheit nach Ägypten hindert den Türken an einem weiteren Aufbau. Ein Aufbau weniger für Britannien ist zu diesen Zeitpunkt nebensächlich, da noch genügend Zentren frei sind. Sudan bleibt neutral, aber innerhalb der Reichweite für Britannien.

Osten

1. Östlich von Indien liegen Bengalen, Assam und die drei Provinzen von Birma. Die Madras-Armee wird Bengalen nicht sicher nehmen können, da China den Zug blocken kann. Deshalb kann die Bombay-Flotte in die Bucht von Bengalen gebracht werden, um bei Aktionen in Bengalen, Upper Birma oder Rangoon unterstützend eingrifen zu können. Verhandlungen mit China und Frankreich werden das Ergebnis hier mitbestimmen.

2. Das holländische Ostindien kann überfallen werden, besonders dann, wenn Frankreich Hilfe zusagt. Die Hongkong-Flotte fährt auf das Sunda-Meer und die Bombay-Flotte in den Ostindischen Ozean ein, um dort mit der Singapur-Flotte gemeinsam Malaya zu erobern. Eine Flotte sollte in Madras gebaut werden und dann zum Andaman-Meer gebracht werden. Dies macht eine Gesamtsumme von fünf britischen Einheiten im Gebiet und sollte zu Gewinnen im Osten führen.

Besondere Erwähnung muß bezüglich der isolierten Flotten in Singapur und Hongkong gemacht werden. Für einen neuen Spieler könnte es aussehen, als ob diese Einheiten keine Chance zum Überleben haben, da sie alleine im fremden Territorium sind. Aber es sind Einheiten - nicht nur lebenswichtig für ihre Fähigkeit, andere Kolonien zu erobern, sondern auch ein enormes Potential in der Diplomatiephase. Was würde ein chinesischer oder französischer Spieler nicht machen, um die Hilfe der Hongkong-Flotte für einen Angriff auf Tongking oder Kanton zu haben! Ähnlich ist die Singapur-Flotte in einer Position, sowohl dem französischen Spieler als auch dem Holländer zu helfen. Der letztere möchte bestimmt nicht bei der Einfahrt in die Java-See behindert werden. Der gute Wille, der durch diese Flotten erzeugt wird, kann Britannien einige Vorteile in Birma und Malaya bringen.

Britannien wird seinen Weg machen, wenn es in keinen Zweifrontenkrieg gerät. Es muß einen Verbündeten in China, Frankreich oder Holland im Osten suchen und darf im Westen nie gleichzeitig Rußland und die Türkei angreifen.

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China

China ist eine der beiden zentral gelegenen Mächte auf dem Brett und wegen seiner riesigen Größe und langen Grenzen kann es in der ersten Runde durch Frankreich, Britannien, Rußland und Japan überfallen werden. Gute Diplomatie ist erforderlich, bis wenigstens zwei der vier möglichen Angreifer einem freundlich gesinnt sind. Das Besondere an China ist, daß es zu Beginn nur Armeen besitzt. Die fehlenden Flotten spiegeln die Tatsache wieder, daß die chinesischen Herrscher eine arrogante Gleichgültigkeit gegenüber dem Rest der Welt hegten. Reise und Handel waren von keinerlei Bedeutung und die einstmals mächtige Flotte des 15. Jahrhunderts wurde nicht erhalten. Zu der Zeit der Invasion durch den Westen hatte China keine Flotte mehr.

Für eine Landmacht ohne Flotte kann eine lange Küste ein Problem sein. China muß einerseits seine Armeen landeinwärts bewegen, um Territorium zu erobern, aber andererseits die pazifische Küste schützen, denn drei seiner Heimatprovinzen sind dort beheimatet. Eine Möglichkeit ist die Strategie "pazifische Front": China besitzt genügend Häfen, in denen Flotten gebaut werden können (Mandschurei, Schanghai und Kanton). In der Eröffnung, die als das "Flotten-Manöver" bekannt ist, werden die drei Hafenstädte in der ersten Runde verlassen. Da China mit mindestens drei Aufbauten rechnen darf, kann es dann zwei, wenn nicht sogar drei Flotten bauen. Kanton ist die einzige Stadt, wo Zweifel bestehen können, weil sie sowohl von Frankreich als auch von Britannien in der ersten Runde bedroht wird. Gute Diplomatie sollte helfen, und das Wissen, daß die Shanghai.Armee in Richtung Süden nach Nanchang ziehen wird, um Kanton beim Halten zu helfen. Diese Strategie wird China in die Lage versetzen, die Offensive im Pazifik zu starten und somit eine Chance eröffnen, eine ganze Reihe von Provinzen einzunehmen (Formosa, Seoul, Fusan, Hongkong und die Philippinen), welche sonst Japan, Rußland, Frankreich und Holland gehören würden. Es hat auch einen präventiven Vorteil. Wenn alle pazifischen Kolonien an die fremden Mächten gefallen sind, was bliebe dann noch übrig als ein Angriff auf das chinesische Festland?

Ohne eine chinesische Flotte ist die russische Flotte in Hafen Port Arthur das einzige Hindernis für die Kontrolle des Gelben Meeres durch Japan, das mit seiner sehr großen Flotte droht und mit der Kontrolle des Gelben Meeres, welches an sieben Versorgungzentren grenzt, ist ein Angriff auf das chinesische Festland unausweichlich. Dasselbe gilt für das südchinesische Meer, das einen sehr wichtigen strategischen Raum darstellt. Angriffe von hier aus auf die Küste haben normalerweise den Verlust von Kanton zur Folge und dann erfolgt ein Dominoeffekt an der Küste.

Betrachtet man nun die Situation Chinas zu Lande, dann ist der Nordosten die größte Sorge. Japan, Rußland und China bilden ein tödliches Dreieck in der faszinierenden Schlacht um die koreanische Halbinsel und die umliegenden Provinzen. Zwei der drei Mächte werden eventuell ein Bündnis schließen. China möchte bestimmt nicht der Ausgeschlossene sein. Es könnte dann sehr bald zu Ende sein. Ein vorsichtiges Vorgehen wird hier stark angeraten. Nehmen Sie die Mongolei mit der Armee in Peking, aber greifen Sie nicht mit der Mandschurischen Armee ein, bevor Rußland Ihnen nicht Seoul oder Fusan anbietet. Lassen Sie Rußland und Japan über Korea und Vladivostok streiten und, wenn die Zeit gekommen ist, greifen Sie auf der Seite ein, die Ihnen am meisten bietet. Es ist schwer zu sagen, welcher der beiden der wünschenswertere Verbündete ist. Rußland, eine Landmacht, ist immer eine Bedrohung, aber ein Japan, das Rußlands Ostprovinzen erobert hat, ist gleich schwierig zu halten, insbesondere mit seiner starken Flottenunterstützung.

Im Süden verlocken einige Versorgungszentren und versprechen reichen Gewinn, aber Frankreich und Britannien sehen es genauso und somit ist am Anfang eine faire Teilung die beste Möglichkeit für China. Vermeiden Sie, sich gleich zu Beginn der Partie einen der beiden zum Feind zu zu machen, bis sich die Lage im Nordosten beruhigt hat und ein Bündnis Japan - Rußland nicht mehr zu erwarten ist. Dieser neutrale Ansatz im Süden kann Kanton helfen, die erste Runde zu überleben, da es durch einen unterstützten Angriff von Tongking und Hongkong verwundbar ist. Der Verlust von Kanton ist ein unerwünschter Anfang und jede Anstrengung muß gemacht werden, um Frankreich und Britannien am Anfang des Spieles freundlich zu stimmen. Assam und Upper Birma können erobert werden, wenn Frankreich Mandalay und Rangoon, sowie Britannien Bengal bekommt. Dies sollte alle Parteien für wenigstens ein paar Runden friedlich stimmen und wird China wertvolle Zeit erkaufen, um die zwei Verbündeten zu gewinnen, die es braucht.

Die Schanghai-Armee ist eine sehr nützliche Verteidigungseinheit, die jeweils im Norden wie im Süden zu gebrauchen ist. Sie kann die Mandschurei unterstützen, die verwundbar gegen einem russischen Angriff von Port Arthur und Vladivostok ist. Dieses Vorgehen gibt der Peking-Armee die Möglichkeit, die Mongolei zu nehmen. Wenn ein Bündnis mit Rußland zustande gekommen ist und die Mandschurische Armee nimmt Seoul (oder hintergeht Rußland und erobert Port Arthur oder Vladivostok), kann die Schanghai-Einheit in die Mandschurei ziehen und sie verteidigen; außerdem kann sie dann auch die Mandschurische Armee in Seoul unterstützen.

Auf der anderen Seite kann sie im Süden nach Nanchang gehen und als Unterstützung für Kanton genutzt werden, wenn Britannien und/oder Frankreich Kanton bedrohen. Wenn im Süden ein Angriff nicht zu erwarten und Kanton sicher ist, kann diese Einheit Chungking als einen zusätzlichen Aufbau nehmen.

Von Nanchang aus kann die Schanghai-Einheit sowohl Kanton als auch Schanghai decken, wenn ein einzelner Angriff auf eines der Zentren droht. Besteht für beide Zentren keine Gefahr, so können, durch das Verlassen beider Zentren, dort Flotten gebaut werden - ein Teil des oben erwähnten Flottenmanövers. Schanghai ist das Zentrum, das wohl kaum in der ersten Runde angegriffen wird, und wenn Rußlands Port Arthur-Flotte von der japanischen Flotte geblockt wird (so daß das Gelbe Meer frei bleibt), dann ist Schanghai vollkommen sicher und Sie sollten es frei machen für einen Aufbau. Kanton ist stärker gefährdet, da es an zwei benachbarte fremde Mächte angrenzt. Gute Diplomatie hier und ein Hauch von Glück können es schaffen, daß Sie in Kanton aufbauen können, um dann den südlichen Teil von China zu stärken.

Die Armee in Sinkiang kann nach Westen nach Kashgar oder in den Süden nach Assam ziehen, um von dort die anderen Mächte zu blocken (Rußland in Tashkent und Britannien in Bengalen und Kasmir). Dies ist eine äußerst nützliche Einheit, welche durch Angriffe Chinas Grenzen verteidigt und verhindert, daß eine benachbarte Macht einen Aufbau bekommt. Welche Möglichkeiten Sie wählen, hängt davon ab, welche Macht Sie schließlich blockieren möchte: Rußland oder Britannien.

Wenn China neutral bleibt und seine inneren freien Zentren erobert (Mongolei und Chungking), wird es im Laufe des Spiels mit einer Macht von acht oder neun Einheiten stark genug sein, um diese dann an jeder Front zu mobilisieren, welche bedroht wird. Jeder Einzelangreifer kann abgwehrt werden. Aber wenn sich alle zusammentun, dann ist China eingeschlossen und dem Untergang preisgegeben.

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Frankreich

Französisch-Indochina ist die dritte zentrale Macht und sollte der Doktrin folgen, daß sich die zentralen Mächte nicht bekämpfen sollten, während ihre Grenzen für einen Überfall aus der Peripherie offen sind. Britannien, China und insbesondere Frankreich sind im Zentrum der Karte von Colonial Diplomacy und jeder von ihnen kann von zwei oder mehreren Mächten von außen angegriffen werden . Es wäre reiner Selbstmord, an einer inneren Front zu kämpfen und gleichzeitig eine oder zwei Mächte an der äußeren Front anzugreifen.

Für Frankreich kommt die äußere Bedrohung von Holland und Japan, aber es muß auch die innere Bedrohung von China beobachten. Ein vertrauensvolles Bündnis mit China ist erforderlich. Keiner von beiden kann gewinnen, wenn zwischen diesen schon früh im Spiel eine Entscheidungsschlacht beginnt, aber die Geographie macht es äußerst schwierig, dieses Bündnis zu schließen, weil Tongking und Kanton benachbart sind. Beide Mächte möchten ihre Einheiten aus diesen Städten nach Birma bewegen, aber die Bedrohung eines unmittelbaren Angriffs ist immer akut.

Es gibt auch ein logistisches Problem für die Mobilisierung dieser Armeen, weil Mandalay sowohl an Kanton als auch an Tongking grenzt und dies die bevorzugte Strecke nach Birma für beide Armeen ist. Um einen Konflikt zu vermieden, ist eine Aufteilung der Kolonien hier die beste Möglichkeit: China bekommt Assam und Upper Birma, Frankreich bekommt Mandalay und Rangoon. Die Tongking Armee kann sich nach Mandalay bewegen, und China ist es möglich, die Kanton-Armee über Yunnan in Upper Birma zu bewegen.

Dieser Zug bringt Frankreich mehr Vorteile als andere mögliche Kombinationen, weil es seine Einheiten in benachbarten Provinzen bewegt, die einander unterstützen können und somit eine starke Verteidigungslinie bilden, die den westlichen Eingang nach Indochina beschützt. Das Einnehmen von Mandalay ist wünschenswert, weil es die dortige Einheit Tongking beschützen kann, und, wenn es erforderlich sein sollte, unterstützt die Einheit einen Angriff von Tongking nach Kanton.

Ohne Rücksicht auf Absprachen während der Diplomatiephase braucht es schon einen kühnen Spieler, der als erster Kanton oder Tongking aufgeben wird. Der chinesische Spieler hat die britische Flotte in Hongkong noch zu beachten, und so ist es wahrscheinlich, daß der Chinese nicht in der erste Runde zieht, so das Frankreich schon sehr vertrauensseelig sein muß, um die Armee Tongking nach Mandalay zu ziehen, ohne vorher ein Bündnis mit den Chinesen eingegangen zu sein. Die Flotte Annam nach Tongking zu ziehen, um es zu beschützen, mag wohl gut aussehen, aber es ist ein verlorener Zug, wenn China sich als vertrauenswürdig erweist. Es ist besser, die Flotte ins Südchinesische Meer zu ziehen und dann weiter nach Formosa, zu den Philippinen oder zum Golf von Siam zu fahren und dann Malaya einzunehmen.

Die Wichtigkeit der Eroberung von Malaya und dem Zug der Flotte ins Andaman-Meer kann nicht außeracht gelassen werden, weil dies dann Rangoon und Bangkok lebenswichtige Unterstützung gibt. Eine Absprache mit Britannien zur Absicherung von Hongkong und Singapur als Gegenleistung für Malaya ist stets einen Versuch wert. In der Tat könnte dies Teil eines anglo-französischen Bündnisses sein, z.B. für einen Angriff auf das holländische Ostindien.

Die übrige Armee in Cochin bewegt sich auf Bangkok zu und nimmt es hoffentlich ein, bevor eine holländische Flotte im Andaman-Meer den Angriff blockt, was aber unwahrscheinlich ist, weil es zwei oder drei bessere Ziele für diese gibt.

Ausgehend davon, daß Britannien und China freundlich bleiben oder wenigstens neutral, resultiert diese Eröffnung in zwei, wenn nicht drei Aufbauten in der ersten Runde und bringt die französische Gesamtsumme auf fünf oder sechs Einheiten. Das ist doch ein guter Anfang!

Einige französische Spieler schlagen eine sehr aggressive Eröffnung vor, die ein Bündnis mit den Briten voraussetzt und mit einem unmittelbaren Angriff auf Kanton durch die Tongking Armee, die durch die britische Flotte in Hongkong unterstützt wird, beginnt. Die Rechtfertigung an den Chinesen für diesen Zug lautet, daß Kanton eine "sitting duck" ist, gänzlich unbeweglich und 2:1 in der Unterzahl. Und Frankreich will es... Wenn China dieses als vom Schicksal gegeben annimmt und die Schuld auf schlechte Geographie schiebt, könnte durch ein Versprechen, kein weiteres chinesisches Territorium mehr zu erobern, China dazu überredet werden, ein Bündnis einzugehen und alle drei Verbündeten könnten sich dann um ihre äußeren Fronten kümmern (China insbesondere muß sich viele Sorgen um den Nordosten machen).

Ist der Holländer Freund oder Feind? Dies ist die Million-Dollar-Frage für Frankreich. Holland wird sich wohl eher zu den Philippinen wenden als nach Indochina, und am Anfang wird es sich stark um die britische Flotte in Singapur sorgen. Aus diesem Grund ist es eine gute Idee, ein Bündnis vorzuschlagen, das in der Tat sehr stark ist. Frankreich und Holland mit ihren kombinierten Flotten könnten Japan den Weg zu den Philippinen verwehren und bei Formosa einen Vorstoß in den Süden von Japan unterbinden.

Eine zweite Möglichkeit für dieses Bündnis wäre ein gleichzeitiger westwärts gerichteter Angriff auf Indien. Holländische Flotten in Ceylon, Golf von Manaar und Bucht von Bengalen (mit der französischen Armee, die aus Birma nach Bengalen einfällt) wären schwierig aufzuhalten. Dies ist sehr wirksam, wenn Britannien einem türkisch-russischen Bündnis gegenüberstehen würde und Indien unbewacht zurücklassen müßte. Obwohl es eine unwahrscheinliche Kombination ist, würden diese zwei Nationen gut zueinander passen.

Wenn die Möglichkeit einer holländischen Bedrohung einen in Unruhe versetzt (besonders, wenn ein Krieg mit China eine Möglichkeit ist), dann wird ein Angriff auf Ostindien mit britischer Unterstützung den Holländer früh im Spiel schwächen, wenn nicht sogar auslöschen. Die französische Flotte kann sich mit den britischen Flotten von Hongkong und Singapur vereinen. Damit ist Malaya garantiert für Holland verloren und Sarawak wird bald bedroht werden. Dann baut jeder zwei Flotten, Frankreich (Annam und Cochin) und Britannien (Madras und Hong Kong und möglicherweise eine dritte, wenn Singapur offen ist), und der Holländer ist unter Druck. Der Preis sind fünf Kolonien in Ostindien und dann noch die Philippinen.

Später im Spiel ist ein Streit mit Britannien oder China sehr wahrscheinlich, und wenn das Bündnis mit Britannien sich gut entwickelt hat, ist es Zeit, China zu überfallen. Mit der Flottenunterstützung von Hongkong und dem südchinesischen Meer sollte Kanton an die Tongking Armee fallen. Züge nach Nanchang vom Franzosen und nach Tibet vom Briten wird China schon in Schwierigkeiten bringen.

Wenn Britannien sich im Persischen Golf-Gebiet zu gut schlägt, sollte es anstatt China überfallen werden. Ein gut abgestimmter Schlag von Frankreich sollte dies einfach machen, weil die britischen Einheiten in Ostindien immer in der Unterzahl im Vergleich zu den französischen Einheiten sind. Frankreich kann dadurch drei oder vier Kolonien erhalten.

Frankreichs Position auf der Karte zeigt deutlich, daß Frankreich nie mit mehr als einem von seinen drei Nachbarn - China, Britannien und Holland - kämpfen darf, und die anderen zwei müssen als Verbündete bis in die Mitte des Spieles bewahrt werden, bis zu dem Punkt, wo Frankreich sich aus seiner Umklammerung lösen kann.

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Holland

Das holländische Ostindien ist eines der zwei echten "Brettrandmächte" (Japan ist das andere). Es ist in einer beneidenswerten Ecke des Brettes beheimatet, ohne Bedrohung in seinem Rücken und es fehlt die Nähe einer bedeutenden Macht, die es mit Macht schon in den ersten zwei Runden überfallen könnte. Französische Einheiten sind vier Runden von der nächsten holländischen Einheit entfernt, sowie auch die britische Flotte in Hongkong oder eine Flotte von Madras (die in der ersten Aufbaurunde gebaut wird).

Dies scheint dem Holländer einen großen Vorteil zu geben, in vier Runden sich alle vorhandenen Zentren anzueignen, bevor ein Gegner zuschlagen kann. Aber in Wirklichkeit läßt die Geographie der Ostindien-Inseln die wahre Situation als viel schwieriger erscheinen, denn die drei holländischen Versorgungzentren sind alle durch die Java-See von einander getrennt. So sind die drei Heimatzentren sehr schwach und Holland muß die ersten wenig Runden nutzen, seine Verteidigungsposition auszubauen, bevor es angegriffen wird.

Die isolierte britische Flotte in Singapur ist die einzige Einheit, die den Holländer stören kann, und sie sollte nicht unterschätzt werden, weil sie Zugang zur Java-See hat (welche der Schlüssel zur Verteidigung von Ostindien ist). Die Java-See ist von bedeutender strategischer Wichtigkeit, da sie an sechs Kolonien grenzt: in der Verteidigung beschützt sie alle drei holländischen Heimatzentren und in der Offensive sind Angriffe auf Singapur, Malaya und Sarawak möglich. Wenn die Java-See einmal von einer Flotte eingenommen ist, wird die anfängliche schwache Position sehr gestärkt.

Die Eröffnung des Holländers ist auf zwei Arten möglich.

1. Die defensive Möglichkeit (welche die Java See garantiert)

Diese Option erfordert, daß eine Flotte die andere Flotte in die Java-See unterstützt, um einen Gleichstand durch die Singapur-Flotte zu verhindern. Dann gibt es eine 50% Chance in der zweite Runde, daß man Singapur oder Malaya durch das Erraten des britischen Zuges der Singapur-Flotte einnehmen kann. Wenn eine der beiden Kolonien genommen wird, ist die britische Bedrohung hinfällig, weil die isolierte Flotte keine Bedrohung für vier holländische Flotten ist, besonders wenn die britische Flotte in Singapur steht. Aber gibt es auch eine 50% Chance, wenn die Vermutung falsch ist und Britannien Malaya erobert und eine weitere Flotte in Singapur baut. (Dies passiert, wenn die Singapur Flotte in der erste Runde Malaya erobert und in der zweiten Runde zurück nach Singapor beordert wird, aber von einer holländischen Flotte geblockt wird, die von der Java-See nach Singapur ziehen sollte.) Wenn dies passiert, wird der Brite seine Position auf der malaiischen Halbinsel durch die Verstärkung mit der Hongkong-Flotte und das Schicken einer neu gebauten Flotte in Madras in den Ostindischen Ozean oder in das Andaman Meer zu befestigen versuchen. Dies bringt die britische Flottestärke auf vier Einheiten und gleicht die Chancen mit dem Holländer aus.

Sarawak, das durch die Armee in Borneo genommen werden kann, ist der einzig sichere Aufbau, somit sichert diese Eröffnung die Java-See und stärkt den Holländer mit ein oder zwei Kolonien. Für einige Spieler ist dies nicht akzeptabel, und eine aggressivere und riskante Möglichkeit wird gewählt.

2. Die offensive Möglichkeit

Stimmen Sie dem sog. "Strait's Settlement" zu und geben Sie Britannien Malaya für die Zusage, nicht in die Java-See zu ziehen. Dann kann die Java-Floote Neuguinea nehmen und Armee in Borneo zieht nach Sarawak. Die Flotte in Sumatra kann Ceylon nehmen (und riskiert eine Verärgerung des Briten) oder zieht ins Andaman-Meer und hat die Chance, sich Rangoon oder Bangkok anzueignen. Diese Eröffnung garantiert drei Aufbauten (wenn Ceylon eingenommen wird) und gibt damit Holland einen guten Anfang im Spiel, wenn Britannien sein Wort hält.

Wenn Britannien in die Java-See in der ersten Runde einfährt und somit droht, eine Heimatkolonie einzunehmen, ist es immer noch besser, auf die drei Aufbauten zu gehen, als zu versuchen, herauszubekommen, welches der drei Heimatzentren die britische Flotte einnehmen wird. Eine falsche Vermutung führt dazu, ein Heimatzentrum zu verlieren und außerdem den dritten Aufbau. In dieser Situation ist der Verlust einer Kolonie keine große Katastrophe, da der Nettogewinn von zwei Einheiten die Zahl der holländischen Einheiten auf fünf bringt, welche mit den zwei britischen Flotten fertigwerden können. Wenn Britannien sein Wort hält und sich von der Java-See fernhält, ist dies die bessere der beiden dargestellten Möglichkeiten.

Ein französisches Eingreifen auf der britischen Seite (ohne Rücksicht, welche von den oben erwähnten Möglichkeiten gewählt wird) ist eine wirkliche Bedrohung, und jede Anstrengung sollte gemacht werden, um Frankreich als Verbündeten zu gewinnen. Wenn dies scheitert, muß China ermutigt werden, Französisch-Indochina vom Norden her anzugreifen, damit Frankreich sich in die Verteidigung zurückziehen muß.

Die drei Kolonien in den Philippinen sind Hollands bedeutende Ziele und es sollte wenig Zeit verloren werden, um dort hinzukommen. Japan, Frankreich und Holland sind gleich weit weg von den Philippinen, aber Japan hat das Problem, Korea vor dem Russen zu bekommen, und Frankreich kann durch die britische Flotte in Hong Kong daran gehindert werden, ins Südchinesische Meer zu fahren. Deshalb hat der Holländer eine gute Chance, dort als Erster anzukommen. Es mag sogar von Vorteil sein, auf Neuguinea zu verzichten und mit der Java-Flotte vom der Java-See ins Celebes-Meer weiter nach Davao und dann Cebu zu fahren [oder übers Timor-Meer ins Celebes-Meer]. Wenn Japan gerade nach Süden mit der Tokyo-Flotte fährt und per Oberer Pazifik durch den Mittleren Pazifik nach Cebu geht, kann Japan vor Holland dort sein; so ist die Zeit ein wesentlicher Faktor und ein Standoff in der Java-See mit den Briten muß verhindert werden, oder Japan wird am Ende mit den meisten Punkten von den Philippinen darstehen.

An diesen Punkt ist ein Bündnis mit Japan oder Frankreich notwendig, um die Offensive in der Hand zu behalten. Mit Frankreich zusammen kann der Japaner bis Formosa zurückgeschoben und ein weitere Angriff nach Süden verhindert werden. Wenn die japanische Bedrohung entfernt wurde, kann der Holländer sich über eine Ausdehnung über die malaiischen Halbinsel Gedanken machen oder nach Indien gehen.

Wenn Japan als Verbündeter gewählt wurde, können Französisch-Indochina, Hongkong und das chinesische Festland angegriffen werden. Diese Kombination ist die sog. "östliche Dampfwalze", die in Richtung Westen über die Karte hinwegfegen wird.

Die nächste Aufgabe für Holland ist, wenn einmal Japan ihn keine Sorge mehr macht (d.h. Japan wurde besiegt oder ist ein Verbündeter), Singapur und die malaiische Halbinsel zu nehmen. Kontrolle des Sunda-Meers und des Andaman-Meers ist notwendig für dieses Vorhaben. Letzteres ist von Wichtigkeit für Angriffe nach Bangkok und Rangoon, deshalb muß das Andaman-Meer für den Holländer oberste Priorität haben. Singapur in britischen Händen zu belassen mag notwendig sein, wenn ein Bündnis mit Britannien erforderlich wird, um Französisch-Indochina zu überfallen.

Wenn ein britisches Bündnis nicht mehr gebraucht wird und Britanniens Angebote ignoriert werden, kann Singapur genommen werden, gefolgt durch einen Angriff auf Ceylon und Madras, und wenn ein Angriff des französischen Verbündeten in Bengalen gleichzeitig stattfindet, wird wohl kaum mehr etwas von Indien zurückbleiben. Ist einmal Indien gefallen, kann Holland frei wählen, was es als nächstes macht.

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Japan

Die Inseln von Japan, die in der nordöstlichen Ecke des Brettes liegen, die durch Wasser umgeben sind, haben einen ausgezeichnete Verteidundsposition. Sie können nur über das Meer überfallen werden, und die nächste Flotte ist die russische Flotte in Port Arthur, die zwei Runden entfernt ist und die britische Flotte in Hongkong, die vier Runden weg ist. Die Inseln sind in einer isolierten geographischen Position, die ihre Abwehr noch verstärkt. Sogar die Port Arthur-Flotte ist für den Japaner von geringer Sorge, weil sie von der Kyushu-Floote aus dem Gelben Meer geblockt werden kann, somit ist Japan nicht bedroht, bis die fremden Mächte ihre Flotten verstärkt haben.

Die schwierigste strategische Entscheidung für Japan am Anfang des Spieles ist, ob es das Festland oder die pazifischen Kolonien von Formosa und den Philippinen überfallen soll. Einige Spieler wählen, einen Flotte in den Süden zu den Philippinen zu schicken, und die verbliebenen zwei gegen das Festland zu schicken. Aber eine solche geteilte Anstregnung wird Japan nicht helfen und somit muß sich Japan rechtzeitig für eine Richtung entscheiden.

1. Die Festlandoption

Historisch wurden die koreanische Halbinsel und die Mandschurei als natürliches Einflußgebiet der Japaner angesehen; dieses Wissen zu beachten, ist eine gute Entscheidung für den japanischen Spieler. Dies wird natürlich einen Konflikt mit den russischen Spieler hervorrufen, der im Osten dieselben Interessen hat. China, das die Mandschuria hält, wird als dritte Macht in diesen Konflikt mit hineingezogen werden.

Das Gelbe Meer ist einer der wichtigsten Räume auf dem Brett. Es grenzen sieben Kolonien an und es muß genommen werden, wenn Japan schnelle Fortschritte in Korea machen will. Die Kyushu-Flotte sollte dorthin befohlen werden und die Otaru-Flotte ins Meer von Japan. Wenn nun die russische Port Arthur-Flotte einen Gleichstand in der ersten Runde verursacht, wird mit der Unterstützung aus den Meer von Japan das Gelbe Meer in der zweiten Runde garantiert genommen. Allerdings wird kein Aufbau mit diesen zwei Einheiten in der ersten Runde erreicht, aber der Besitz des Gelben Meeres ist in dieser Phase wertvoller und wird weitere Gewinne sicherstellen.

Durch das Verlagern der Tokyo-Flotte ins Okhotske-Meer (statt in den Süden zu den Philippinen), können eine oder mehr der Küstenprovinzen eingenommen werden. Die Flotte im Meer von Japan kann versuchen, dem Russen gedanklich voraus zu sein und Angriffe auf Fusan, Seoul oder Vladivostok zu unternehen. Sie kann die Okhotske-Flotte nach Vladivostok unterstützen. Dies ist ein Alptraum für den Russen, und das Vorhersagen des genauen Punktes des Angriffs ist praktisch unmöglich, also, wenn Japan es riskiert, kann es ein oder zwei Aufbauten gewinnen. Aber es kann auch anders kommen und man bekommt keinen Aufbau und wird gleichzeitig immer noch im Gelben Meer geblockt. Wenn dies passiert, werden Sie sich wünschen, daß Sie den konservativen Ansatz gewählt hätten, weil nun Ihre Arbeit viel härter ist, besonders, wenn Rußland einen Aufbau dazu gewonnen hat, und sie können wetten, daß es sich dabei um eine Flotte handelt!

Sakhalin ist ein leichter Gewinn, aber für welchen Preis, wenn es Rußland möglich ist, eine Flotte in Vladivostok zu bauen? Obwohl es ein leichter Gewinn ist, setzen Sie Vladivostok unter Druck, dies ist wichtiger. Sakhalin kann später genommen werden.

Obwohl Japan eine bedeutende Seemacht ist, ist die Armee-Einheit in Kyoto auch äußerst nützlich. Sie kann aufs Festland für Angriffe auf Fusan, Seoul und Vladivostok übergesetzt werden (welche die zwei Flotten im Gelben Meer und Meer von Japan dort beließen). Dies bedeutet, daß dem nachfolgenden Angriff zwei Unterstützungen statt einer zu Verfügung steht, und dies wird die Einnahme der koreanischen Halbinsel beschleunigen. Um große territoriale Gewinne in Asien zu machen, müssen Armee-Einheiten gebaut und übergesetzt werden. Je früher damit begonnen wird, desto besser. Die Entscheidung über diesen Teil der Karte kann nur mit dem Eingehen eines Bündnisses entschieden werden, und Japan sollte sich sehr früh einen Partner suchen. Ein festes Bündnis zwischen Rußland und China kann Japans Ausdehnung über das Festland total blockieren, und jede Anstrengung muß gemacht werden, um ein solches Ereignis zu verhindern. Die Entscheidung zwischen China und Rußland als der bessere Verbündete ist akademisch, da jeder Japan dienlich sein kann, und somit wird die Entscheidung sich danach richten, inwieweit beide sich an ihren anderen Fronten schlagen. Die Wichtigkeit des Gelben Meeres kann in diesem Kontext veranschaulicht werden, weil es Angriffe auf jeden der beiden Feinde erlaubt.

Ist einmal ein Bündnis gegründet, sollte die dritte Partei so schnell wie möglich besiegt werden, und danach wird Japan durch eine starke Position kaum noch vom Festland vertrieben werden können.

2. Die pazifische Option

Durch einen Nichtangriffspakt mit Rußland und das Einnehmen je einer Provinz in Korea durch Japan und Rußland, können die restlichen beiden Flotten Richtung Süden fahren. Die Tokyo-Flotte nimmt Formosa und die Flotte aus Kyushu kann in drei Runden in Cebu sein und möglicherweise Davao in vier Runden erreichen, dies sichert die Phillipinen für Japan (deshalb bringen Sie die Briten dazu, Hollands Java-Flotte eine Runde lang an der Einfahrt in die Java-See zu hindern). Durch ein koordiniertes Manövrieren können die zwei japanischen Flotten einen unterstützten Angriff auf Davao in der vierten Runde einleiten und müssen somit nicht auf den holländischen Zug reagieren.

Die Situation wird leicht komplizierter, wenn eine britische oder französische Flotte in der Luzon-Meerenge ist, und Formosa, Manila oder Cebu angreifen kann, aber die diplomatischen Verstrickungen um Kanton, Tongking und Hongkong schließen normalerweise eine so schnelle Exkursion in diese Gebiete der Philippinen durch diese zwei Mächte aus.

Die Armee-Einheit in Kyoto hat eine defensive Rolle in dieser Pazifik-Option und sollte nicht verlegt werden. Wenn die Kyushu-Flotte sich zu den Philippinen nach Süden bewegt, kann das Gelbe Meer durch die russischen Port Arthur-Flotte erobert werden (und somit Kyoto und Kyushu bedrohen). Trotz russischer Versicherungen, daß es keine Bedrohung für Japan gebe, ist das Risiko eines Verrates immer gegeben, und obwohl die Kyoto-Einheit nur eine der zwei Heimatprovinzen verteidigen kann, wird sie den Russen wenigstens raten lassen müssen, wo er angreifen kann. (Kyushu wird durch eine Landbrücke mit Kyoto verbunden, somit kann die Armee eine von beiden Provinzen verteidigen).

Japan hat drei potentielle Verbündete im pazifischen Gebiet:

1. China - für einen Angriff in Französisch-Indochina. Hongkong kann auf dem Weg genommen werden.

2. Frankreich - für Angriffe in China oder auf Holländisch-Ostindien.

3. Holland - für einen Angriff in Französisch-Indochina und dann China selbst.

Alle drei sind gute Bündnispartner und die Diplomatie wird bestimmen, welches Bündnis gebildet wird, und in welche Richtung sich der japanische Angriff bewegen wird. Diese Pazifik-Option wird einen späteren Angriff auf das Festland nicht ausschließen, aber zuerst sollten die Phillipienen gesichert werden. Ohne Rücksicht auf die gewählte Strategie ist Japan durch seine natürlichen defensive Vorteile und mit der offensiven Macht von drei Flotten eine Macht, mit der zu rechnen ist.

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Rußland

Rußlands riesige Größe bedeutet, daß es das Spiel in einer ungewöhnlichen Position beginnt und einen Zweifrontenkrieg kämpfen muß. Der defensive Vorteil, keine großere Mächte im Norden zu haben, wird durch die Anwesenheit von vier im Süden wieder aufgehoben: China und Japan an der Ostfront sowie die Türkei und Britannien an der Westfront. Die Transsibirische Eisenbahn ist der Schlüssel zu Rußlands Erfolg, da sie erlaubt, eine Einheit schnell von der einen zu der anderen Front zu verlegen. Sie hilft schnell, ein Loch in einer als schwach erscheinenden Verteidigungslinie zu stopfen und ihr Wert sollte nicht unterschätzt werden. (Dieser Vorteil kommt keiner anderen Nation zu gute, die Rußland besetzt hat, da nur russische Einheiten diese benutzen dürfen.)

1. Die Ostfront

Die zwei russischen Einheiten in Port Arthur und Vladivostok sind zum Spielbeginn isoliert und defensiv schwach, deshalb sollte man die Armee von Vladivostok nach Seoul ziehen, wo sie Port Arthur unterstützen kann. Die Omsk-Armee kann nach Osten transportiert werden, um Vladivostok zu verteidigen und gibt somit Rußland drei Einheiten in diesem Gebiet.

Die Port Arthur-Flotte sollte zum Gelben Meer ziehen und im schlechtesten Falle die japanische Flotte blocken; dieses Gebiet ist ebenso lebenswichtig für Rußland wie für Japan. Falls Japan Richtung Süden geht und das Gelbe Meer nicht besetzt, gibt es viele Möglichkeiten. Fusan oder die Mandschurei können erobert werden, aber das Letztere sollte nur gemacht werden, wenn es wahrscheinlich erscheint, daß im Osten zwei Aufbauten möglich sind. In der Tat ist dies die Herausforderung für Rußland an der pazifischen Küste, einen oder beide seiner Heimatzentren zu verlassen, um dort Aufbauten zu ermöglichen, welche die Zahl der russischen Einheiten im Osten auf vier oder fünf steigern würde, was genügt, um nicht nur zu überleben, sondern auch in die Offensive zu gehen.

Nach den ersten Aufbauten, wenn noch eine Einheit entbehrt und nach Irkutsk verlegt werden kann, wird die unmittelbare Bedrohung für Vladivostok vorbei sein. Dann ist es Zeit, einen guten Verbündeten zu finden und über das nachzudenken, was besser für Rußland ist; ein Bündnis mit China, das sichert, daß die Japaner nie einen Halt auf dem Festland bekommen, oder eines mit Japan, das die Eroberung von China und sieben seiner möglichen Versorgungzentren erlaubt (dabei ist Kanton außen vor gelassen, das in französische Händen fallen wird, wenn China in Schwierigkeiten gerät).

Viele Spieler meinen, Japan einen Weg auf das Festland zu ebnen, bringe nur Schwierigkeiten, und daß man später gegen seinen Verbündeten kämpfen muß! Ein Ergebnis davon ist, daß die russische Propaganda Japan die pazifischen Kolonien schmackhaft macht. Rußland beginnt zu schwitzen, wenn Japan anfängt, Armeen zu bauen.

Die Befürworter eines Bündnisses mit Japan führen an, daß China Rußlands natürlicher Feind ist; sie sind beide starke Armee-Mächte und teilen eine enorme Grenze mit einander, also weshalb das Wahrscheinliche herausschieben? Wenn Japan und Rußland Korea zwischen sich aufteilen können und der unnötige Konflikt im Gelben Meer vermieden werden kann, kann Rußland China überfallen und Japan kann die Philippinen einnehmen (das Maximum von Aufbauten für beide Seiten).

Das Ergebnis im Osten ist immer in Zweifel zu ziehen, also erscheint der Westen das Hauptkampfraum für Rußland zu sein, aber wenn es gut im Osten spielt und sich dort festigen kann, ist die Grundlage für einen russischen Gewinn so gut wie gelegt.

2. Die Westfront

Die Flotte, die in Odessa anfängt, muß das machen, was alle Flotten machen - SEGELN - und wohin kann sie segeln, als nach Süden zu den türkischen Heimatzentren Konstantinopel und Angora? Weiterhin kommt dazu, daß Rumänien zwischen Odessa und Constaninople liegt, und somit schon der Samen des Mißtrauens zwischen der Türkei und Rußland gelegt ist.

Was sollte die Odessa-Flotte tun, um einen Krieg mit der Türkei zu vermeiden? Die Einnahme von Rumänien ist die offensichtliche Antwort, aber diesem Vorgehen wird die Türkei nicht zustimmen; somit sollte das Versprechen von Tabriz und Shiraz für die Türkei genügen, um sie zu beschwichtigen. Wenn eine aggressivere Eröffnung gewünscht wird, ist ein Zug ins Schwarze Meer perfekt, da es an alle drei Ziele angrenzt: Rumänien, Constantinopel und Angora. Ein vertrauensvoller Türke (welcher nach Süden gezogen ist) wäre dann in einer schwierigen Position.

Der Armee in Moskau ist es möglich, Tabriz, Persia oder Tashkent in der ersten Aufbauphase zu nehmen, und die Auswahl hängt davon ab, wie die Verhandlungen mit den benachbarten Mächten voran gegangen sind. Die Einnahme von Tabriz erzürnt die Türken. Persien und Tashkent sind jeweils eine neutrale Option, aber beide bringen Rußland näher an einen Konflikt mit Britannien und später China. Ein Krieg mit Britannien ist unklug, außer wenn Sie ein festes Bündnis mit der Türkei gebildet haben. Am besten ist, wenn Sie die Türkei gegen den Briten vorgehen lassen und somit Britanniens Bemühungen, das Rote Meer oder den Persischen Golf zu schließen, ihnen dann den nötigen Freiraum im Norden verschaffen.

Das Schicksal aller drei (Rußland, Britannien und der Türkei) wird schließlich durch Bündnisse entschieden werden, also halten Sie sich früh aus Schwierigkeiten raus.

Die Armee in Omsk verdient besondere Überlegungen. Zu welcher Front gehört sie? Es gibt überzeugende Argumente für eine Verwendung auf beiden Fronten. Durch das Benutzen der Transsibirischen Eisenbahn kann sie den Osten schnell stärken und kann den Fall von Vladivostok verhindern. Sie kann dann die Unterstützung geben, um die Mandschurei oder Seoul zu nehmen (oder zu halten). Auf der anderen Seite, wenn sie nach Süden geht und Tashkent nimmt, stärkt sie Rußlands Zentrum gegen China und Britannien; die Moskau-Armee kann dann Persien oder Tabriz einnehmen. Die zwei Aufbauten (beides Armeen) sollten erreichen, das russische Zentrum weiter zu stärken und somit die Einnahme von Zentraleasien zu ermöglichen (Kashgar, Kashmir und Karachi). Diese Möglichkeit erlaubt es auch, daß der Aufbau in Omsk in der dritten Runde nach Osten geschickt werden kann, wenn die Situation an der pazifischen Küste es erfordert. Somit wurde gezeigt, daß dies eine sehr vielseitige Einheit ist, die die Fähigkeit hat, Rußlands Stärke auf jeder Front drastisch zu vergrößern.

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Türkei

Die Lage des osmanische Reiches am Westrand der Karte scheint alle Vorteile einer "Eckmacht" zu versprechen, aber die geographische Wahrheit straft diese Annahme Lüge.n Im Norden steht der Russe bereit, durch die Türkei zu den persischen Ölstaaten vorzustoßen. Und die britische Flotte in Aden kann Ägypten und den Sudan einnehmen, so daß die Türkei im Mittelmeer gefangen und somit gezwungen ist, mit Rußland zu kämpfen.

Historisch wollte Rußland immer die Kontrolle der Balkanländer und des Schwarzen Meeres haben, und dies ist normalerweise auch das, was im Spiel passieren wird. Die Wichtigkeit des Schwarzen Meeres für beide Mächte ist offensichtlich, da es an vier Versorgungszentren angrenzt; zwei von diesen sind türkische Heimatzentren. Der einzige Weg, einen neuen Krimkrieg zu verhindern, sind in der ersten Runde intensive Verhandlungen mit Rußland, mit dem Hinweis darauf, daß es in den persischen Golfölstaaten und Zentralasien mehr zu gewinnen gibt, als in einem Streit über das Schwarzen Meer und Rumänien.

Auch wenn Rußland übereinstimmt, daß das Schwarze Meer neutral bleiben soll, stellt sich die brennende Frage, wer Rumänien bekommt. Wenn es dazu kommen sollte, wird Rußland argumentieren, daß damit seine Flotte in Odessa trocken gelegt ist und keine Aufgaben für diese ersichtlich sind (Einer Patrouille nach Baku wird Rußland kaum zustimmen). Ein sehr vertrauensvoller türkischer Spieler mag der russischen Flotte erlauben, ins Mittelmeer zu segeln und durch den Suez-Kanal ins Gebiet um das Rote Meer, um dort den türkischen Einheiten zu helfen und einen Durchbruch der britischen Blockade des Roten Meeres zu ermöglichen.

Wenn Rußland in den ersten Runden vertraut werden kann, kann ein maximaler Gewinn in der ersten Runde erzielt werden. Die Flotte aus Konstantinopel segelt nach Ägypten, die Armee in Angora geht nach Tabriz und die Flotte aus Bagdad betritt den Persischen Golf und hat dann die Auswahl, ob sie Karachi, Persien oder Shiraz einnimmt. Dies ermöglicht drei Aufbauten und macht die Türkei nicht nur defensiv stark, sondern gibt ihr auch die Fähigkeit, Rußland oder Britannien anzugreifen.

Dies stellt die Frage, wie Britannien zu behandeln ist, das am Anfang sehr stark erscheint. Aber nur drei britische Einheiten (Delhi, Bombay und Aden) sind nahe genug an der Türkei und können sich nicht gegenseitig unterstützen. Der anfängliche Drang, gegen den Briten zu kämpfen, sollte unterdrückt werden, da, während man im Persischen Golf und im Roten Meer kämpft, die unbewachten Heimatzentren dem russischen Bündnispartnner doch zu verlockend erscheinen könnten (der schnell Constaninople und Angora einehmen kann).

Auch hier gibt es ein Dreieck der Mächte und es wird kaum möglich sein, zu gewinnen und einen Gegner zu besiegen, wenn man keine Hilfe von China, Frankreich oder Holland bekommen kann. Sowohl Britannien als auch Rußland sind ein perfekter Verbündeter für die Türkei und die Auswahl wird von den vorherrschenden Umstände abhängen.

Ein russisch-türkisches Bündnis würde einen westliche " Dampfwalze" bilden, und, wenn nicht China Einheiten nach Westen schickt, um Britannien zu helfen, werden sie schwer zu halten sein. Diese Vorgehensweise würde sich am besten entwickeln, wenn Britannien den Großteil seiner Armeen nach Zentralasien und Persien geschickt hat, weil somit Rußland dem Hauptteil des britischen Angriffes gegenüber steht, wenn es auf Tashkent maschiert. In diesem Beispiel mögen die Flotte in Aden und der von Sudan erhaltene Aufbau die einzigen Einheiten sein, die den Durchbruch der Türkei durch das Rote Meer in den indischen Ozean blockieren könnten.

Ist erst einmal die Blockade durchbrochen, ist der indische Subkontinent nur zwei Züge entfernt, und wenn Britannien an seiner nördlichen Grenze beschäftigt wird, wird es Schwierigkeiten haben, rechtzeitig zurückzukommen, um die südliche Spitze von Indien zu verteidigen. Ceylon, Madras und Bombay können genommen werden, was zum Sturz des britischen Reiches führen wird.

Das große Problem mit diesem Bündnis ist, daß Rußland immer sehr nahe an der türkische Grenze im Norden steht, und wenn die Türkei in einer Runde keinen Aufbau schafft und Rußland einen bekommt, wird es sehr wahrscheinlich durch einen Einfall Konstantinopel und Angora erobern, was für die Türkei ein Todesurteil gleichkommt. Eine russische Flotte, die im Schwarzen Meer steht, wird immer versucht sein, die türkische Heimat einzunehmen, egal wie gut das Bündnis ist, und die Gefahr eines Überfalls ist größer, wenn Rußland Rumänien besitzt und somit mit zwei Einheiten Constantinopel bedroht.

Ein Bündnis zwischen der Türkei und Britannien (wenn es erfolgreich ist) hat einen großen Vorteil, da es die russische Bedrohung im Norden ausschließt, und läßt die Türkei in der Kontrolle des ganzen Westrandes der Karte, ohne eine Großmacht an einer ihrer drei Fronten. Wenn diese Möglichkeit gewählt wird, sollte als gute Eröffnung für Rußland vorschlagen werden, daß die Odessa-Flotte Rumänien einnehmen soll, und dann wird die Flotte Konstantinopel ins Schwarze Meer verlegt und die Armee in Angora nach Constantinople gezogen. Dies gibt einen 2:1-Vorteil beim Angriff auf Rumänien und als Zugabe einen Aufbau, was der Türkei drei Einheiten um das Schwarze Meer bringen würde (welche genügen, um Odessa und dann vielleicht Moskau einzunehmen). Die Bagdad-Flotte kann auf einen Aufbau verzichten und den Zug der Moskau-Armee nach Persien blocken. Das Ergebnis sind vier Einheiten zu zwei zu türkischen Gunsten, und wenn es Britannien möglich ist, Tashkent zu nehmen, wird Rußland an dieser Front bald besiegt werden.

Ist Rußland einmal besiegt, bleibt als einzige bedeutende Macht, um die man sich Sorgen machen müßte, Britannien, und wenn es zum Krieg mit dem ehemaligen Verbündeten kommen sollte, steht die Türkei besser da als Britannien, da dieses an zwei anderen Fronten kämpfen muß. Beide dieser Möglichkeiten stärken die Türkei, die in der Tat eine sehr starke Macht sein kann.

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